Ateliers im Alten Schlachthof
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XALA

Freitag, 13.1.12

20.00 Uhr

getanzte Klangskulpturen
Anja Losinger, Xala III
Mats Eser, Percussion
Kompositionen und Choreografien von Ania Losinger und Mats Eser

Ein weisses Blatt - Konzentration - der Pinsel in schwarze Tusche getaucht - kurzes Innehalten - eine schwungvoll-dynamische Bewegung - und auf dem Papier bleibt ein geheimnisvolles Zeichen zurück - bildhaft und schön..........
Eine Auswahl solcher Zeichen haben Ania Losinger und Mats Eser für die Stücke ihres neuen Programmes "fú - getanzte Klangskulpturen" verwendet, in denen sich Klang, Tanz, Rhythmus, Überraschung und Stille die Hand reichen. Die daraus entstandene zweiteilige, abendfüllende Musik- & Tanzperformance öffnet Ohren und Augen und lebt von der unverwechelbaren Dramaturgie, Poesie und Ausstrahlung, die dem Künstlerpaar Losinger-Eser eigen ist.
In Zusammenarbeit mit Hamper von Niederhäusern haben Ania Losinger und Mats Eser für diese Produktion, die im Rahmen der Weltausstellung 2010 in Shanghai im Spanischen Pavillon ihre Première feierte, eine neue Xala entwickelt. Die Xala III ist ein elektroakustisches Instrument, Mats Eser spielt dazu ein Minimal-Percussion Set, das sich einerseits perfekt mit der Xala III mischt, andererseits zauberhafte Klang-Farben einbringt.
Der Name XALA ist abgeleitet vom baskischen Perkussionsinstrument Txalaparta, Losingers Xala hat aber ausser der Namenssilbe und den senkrecht gehaltenen Stöcken nichts mit dem baskischen Instrument zu tun. Zwei oder mehrere Holzbretter werden dort für eine Txalaparta nebeneinander gelegt und zu zweit vis-à-vis mit dicken, senkrecht gehaltenen Stöcken gespielt.
Als Rhythmikerin und Flamencotänzerin hat sich Ania Losinger der Faszination, ganzkörperlich am musikalischen Geschehen beteiligt zu sein, voll hingegeben. Der Boden wurde für sie zu einer Membrane; die Flamenco-Schuhe und die damit verbundene Fusstechnik entsprach in vielerlei Hinsicht den Handbewegungen eines Trommlers. Die Idee, gleichzeitig Tänzerin und Musikerin zu sein, gewann mehr und mehr an Bedeutung. Ihr wurde bewusst, dass die spezielle Phrasierung, die durch das Spiel mit dem Körpergewicht/Gleichgewicht und durch das Tanzen der repetitiven Rhythmen entsteht, eine eigene Musik hervorbringt. Die Form des dafür benötigten Klangbodens entwickelte sich in Zusammenarbeit mit Hamper von Niederhäusern. www.vonie.ch
Auf der Xala spielend - mit Flamencoschuhen und menschenhohen Stöcken - kann Ania Losinger die Musik visualisieren und dadurch das Publikum zum intensiven Zuhören bewegen. Die Selbstdarstellung im Tanz und in der musikalischen Virtuosität fällt weg zugunsten von Koordination, Sinnlichkeit, Präzision, Durchlässigkeit, Spannung und Konzentration, die die getanzte Musik zum Schwingen bringen. So entstand 1999 die erste Solo-Performance ("Soneto") in Zusammenarbeit mit Christian Mattis, die u.A. auch schon im Alten Schlachthof zur Aufführung gelangte.
Mit dem weiter entwickelten XALA III beginnt Ania Losinger eine intensive Zusammenarbeit mit dem Musiker und Komponisten Mats Eser (Marimba/Percussion). Im Sommer 2010 flog das Duo Losinger-Eser erstmals nach Shanghai, um an der Weltausstellung im Spanischen Pavillon ihr neues Programm "fú-getanzte Klangskulpturen" zu spielen.

www.xala.ch

Diese Veranstaltung wird unterstützt von "pro helvetia".